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Illy Triest: Leader unter den Spezialitätenröstern

Die Firma Illy aus Triest gilt als Weltmarktführer in der Nische der Spezialitätenkaffees. Pro Jahr setzt Illy 270 Millionen Euro um. Die Welt am Sonntag hat gestern ein Gespräch mit dem Illy-Geschäftsführer Andrea Illy geführt.

Zu seinen Konsumenten nördlich der Alpen sagt Illy:

In Norditalien sind Sie Marktführer, in Deutschland ein Nischenanbieter mit einem halben Prozent Marktanteil im Einzelhandel. Wie läuft es jenseits der Alpen?

Andrea Illy: Es läuft gut, sehr gut. Für uns jedenfalls – es ist nicht der Markt, der uns Rückenwind gibt, der ist ein wenig flach. Deutschland hat zwar nicht den Ruf, besonders an Weingastronomie interessiert zu sein, aber beim Kaffee achten die Deutschen auf Qualität: Die Deutschen waren immer die besten Käufer.

Und heute kaufen sie am liebsten beim Discounter.

Andrea Illy: Zwischendurch ja, Kaffee war zum Gebrauchsgut geworden – die Herkunft, die Mischungen, alles war egal für den Verbraucher. Aber Illys Präsenz in Deutschland scheint eine Antwort auf die Nachfrage nach Qualität zu sein, die nicht mehr befriedigt. Wir sind zuletzt um die 15 Prozent oder mehr gewachsen, und wir können zwei- oder dreimal so viel Marktanteil gewinnen. Wir sind gut positioniert, und es ist eine sehr bewusste Entscheidung, dass es Illy nicht beim Discounter gibt.

Interessant auch Illys Bewertung des hohen Preisniveaus von Rohkaffee:

Geben Sie die jüngsten Preiserhöhungen für Rohkaffee weiter?

Adrea Illy: Wir hatten marginale Erhöhungen von einigen Prozent. Aber es ist eine gute Sache, dass der Kaffeepreis endlich auf einem Niveau ist, der sich für die Herstellerländer lohnt. Als der Preis bei 60 Cent pro Pfund war, war er unter Herstellungspreis. Jetzt ist er bei 120 Cent und damit endlich auch rentabel für die Erzeuger.

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