Manuel Fröhlich Kaffee

Kaffee ist Leben

Im Tagesspiegel ist gestern eine charmante Liebeserklärung an den Kaffee erschienen. Ein Auszug aus dem Artikel Kaffee ist Leben:

Es ist ein Moment der Gnade. Wenige schwebende Minuten am Beginn des Vormittags. Eine kontemplative Minipause. Ein Atemholen, bevor man sich widerstandslos vom Sturmwind des Tages davontragen lässt. Der kleine Morgenkaffee, le petit café du matin, ist ein geheiligtes Ritual.

Im Artikel wird eine kleine Soziologie des Kaffeetrinkens entwickelt. Der frühe Kaffee unterscheide sich, erklärt der Autor, vom 11 Uhr Kaffee, genauso wie der Espresso-Trinker nichts mit dem Caffè Latte-Schlürfer gemein habe:

Der frühe Kaffee wird einsiedlerisch und schweigend getrunken. Man ist einen Moment für sich, ohne sich zu unterhalten, ohne genaues Ziel, ohne höflich oder tüchtig sein zu müssen. Eine Freiheit, die man sich gönnt, ohne irgendjemanden um Erlaubnis zu bitten. Fast eine anarchische Abschweifung in der strikten Tagesplanung.

Kommentare

keine Kommentare vorhanden

Kommentar verfassen