Manuel Fröhlich Kaffee

«Ins caffè – direttissimo»

In der Serie «City Highlights» portraitiert die Welt Online heute Rom – die «Ewige Stadt». Was darf in einem Portrait einer italienischen Stadt nicht fehlen? Natürlich – die Kaffee-Kultur:

Unter Mailändern kursiert ein Spruch, der besagt, dass in Mailand das Geld verdient wird, das man in Rom ausgibt. Da ist etwas dran: In Mailand wird zweifelsohne härter gearbeitet, dafür wird in Rom besser gelebt, was die Mailänder zwar kolossal ärgert, die Römer aber keineswegs stört.

Sichtbarstes Zeichen dieser römischen Lebensart sind der Kaffee und das Café, die auf Italienisch beide caffè heißen. Mögen auch alle Wege nach Rom führen, in Rom führen sie ins caffè, und zwar direttissimo. Dorthin, wo von morgens bis abends aus blank polierten, dampfenden Maschinen schwarzer Kaffee in winzige Tassen rinnt, der in Rom nach dem immer gleichen Ritual eingenommen wird. Man zahlt an der Kasse, erhält einen Bon und legt ihn auf den Tresen. Der Barista fertigt in Sekundenschnelle den caffè (nur Touristen sagen Espresso), den der Römer wiederum in Sekundenschnelle und im Stehen trinkt, um anschließend mit dem Tresennachbarn über Gott und die Welt zu schwatzen.

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