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«Zentralamerika ist seit April ausverkauft»

Die Preise von Rohkaffee sinken langfristig betrachtet kontinuierlich. Dafür verantwortlich war das Wachstum der weltweiten Anbauflächen, das das Wachstum der Nachfrage lange übertraf. Im Zusammenhang mit der Periode von 1997 bis 2002 mit einem besonders dramatischen Preiszerfall spricht man auch von der Kaffeekrise (vgl. auch den Beitrag Kaffeemärkte).

Aktuell bewegen sich die Preise wieder nach oben. Arabicas werden zu einem Preis gehandelt, der zuletzt 1998 bezahlt wurde. Ob es sich um eine Trendumkehr handelt, oder ob kurzfristige Ereignisse wie die Missernten in Vietnam und Kolumbien und spekulative Käufe dafür verantwortlich sind, ist nicht sicher.

Vorallem im Euroraum, wo die Euroschwäche den Preisanstieg noch verschärft, wird der Kaffee auch für den Endkonsumenten teurer. Im Artikel «Zentralamerika ist seit April ausverkauft» der Austria Presse Agentur kommt ein Rohstoffhändler zu Wort:

Die großen Röster hätten „noch nicht“ an der Preisschraube gedreht, „es ist aber eminent, dass eine Anhebung der Endverbraucherpreise kommt“, zeigte sich Rüdiger Krupp, Chefeinkäufer bei Rehm & Co, einem der größten Rohkaffee-Handelshäuser in Deutschland, sicher, dass eine Preiserhöhung im Handel bevorsteht. Denn: Die Lagerbestände in Europa, in den USA und in den Ursprungsländern seien aufgebraucht. „Zentralamerika ist seit April ausverkauft“, so Krupp im Gespräch.

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