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Steigende Kaffeepreise erreichen Schweizer Endkonsumenten

An einer ausserordentlichen Generalversammlung der Schweizerischen Vereinigung der «Kaffee-Importeure und Röster für die Gastronomie» Anfang Oktober ist die Preisentwicklung des Rohkaffeemarktes über die letzten 12 Monate mit grosser Sorge analysiert worden. Wie die Vereinigung mitteilt, wurde festgestellt, dass die Importpreise in Dollar für Rohkaffees guter Qualität in einem Jahr um nahezu 40 Prozent zugenommen haben.

Um weiterhin die gleichbleibende Qualität der Verkaufsprodukte zu wahren, ist gemäss der Vereinigung eine Anpassung der Verkaufspreise in den nächsten Monaten unumgänglich.

Erste Preiserhöhungen sind bereits erfolgt. Die Rösterei Illycafé in Thalwil hat per 1. Oktober alle Kilopreise um einen Franken erhöht. Blaser Café zieht jetzt nach und kündigt eine Preiserhöhung per 1. November an. Die ausführliche Begründung ist nicht zuletzt deshalb aufschlussreich, weil mit der Blaser Trading AG einer der führenden Rohkaffeehändler der Schweiz zum Firmenverbund gehört:

Innerhalb eines Jahres sind die Rohkaffeepreise weltweit massiv gestiegen. Bisher konnten wir aber dank einer langfristigen Einkaufsplanung und auch dank dem günstigeren Wechselkurs für US-Dollers von einem Preisaufschlag für Röstkaffee absehen. In den letzten zwei Monaten hat sich jedoch die Lage zugespitzt. Heute sind die Preise für gewaschene Arabicas rund 65 Prozent höher als vor Jahresfrist, aber auch für andere Sorten sind die Kurse ähnlich gestiegen. Einzelne Provenienzen wie zum Beispiel Kolumbien haben sich sogar noch stärker verteuert. Einige Gründe für diese Entwicklung sind:

  • Der weltweite Kaffeekonsum ist innerhalb von zehn Jahren um fast 30 Prozent gestiegen.
  • Die weltweite Rohkaffeeproduktion konnte in dieser Zeitspanne nur unwesentlich gesteigert werden; einzelne Kaffeeländer verzeichneten sogar einen Rückgang oder haben die Produktion bewusst reduziert.
  • Die weltweit verfügbaren Lagerbestände decken nur knapp zwei Produktionsmonate.
  • Sehr gute, vom Schweizer Markt verlangte Qualitäten sind zunehmend auch in anderen Ländern gefragt.

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