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Kaffee-Märkte: Steigende Preise

Die Preise für Rohkaffee steigen weiter von Hoch zu Hoch. Der Österreichische Kaffeeverband hat jetzt eine Eröhung der Kaffee-Endpreise angekündigt. Die Preiserhöhung vollzieht die dramatischen Preisentwicklungen auf dem Weltmarkt nach. Der Standard.at streibt Im Artikel Kaffee wird teurer:

Die Preise für Robusta sind mittlerweile auf den höchsten Stand seit dem Jahr 1998 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt lag er um 70 Prozent höher. Getrieben wurde der Preis dabei vor allem durch Liefer-Ausfälle aus Vietnam. Das asiatische Land ist das zweitgrößte Kaffee-Anbau-Land der Welt. Zudem war in europäischen Häfen immer wieder Kaffee aus Vietnam eingetroffen, der von schlechter Qualität war. Die Engpässe sorgten auch für einen Preisanstieg bei Arabica-Bohnen. Sie stammen vor allem aus Brasilien, dem weltgrößten Kaffee-Produzenten.

Der zweite wichtige Faktor für die steigenden Preise ist eine kontinuierlich zunehmende Nachfrage:

Unterdessen steigt die globale Nachfrage nach Kaffee kontinuierlich an. Im Jahr 2005 wurden weltweit 115 Millionen Sack Kaffee verbraucht, 2006 stieg die Konsumation auf 116 Millionen und wird aller Voraussicht nach heuer auf 120 Millionen Sack ansteigen. Weltweit lag laut International Coffee Organisation die Rohkaffee-Produktion bei 122 Millionen Sack, wovon 42,5 Millionen Sack auf Brasilien entfielen. Etwa zwei Drittel der Weltkaffee-Produktion sind Arabica-Sorten, ein Drittel entfällt auf Robusta.

Auf der Messe „Alles für den Gast Wien“ haben Kaffee-Experten über die Preisentwicklung diskutiert. Eine Zusammenfassung der Diskussion kann in einem Artikel auf der Seite Cafejournal.at nachgelesen werden. Interessant die Stellungnahme von Jeannette Meinl-Skrbensky der rennomierten Kaffeerösterei Meinl:

Wir haben beim Rohkaffee-Einkauf, für den ich bei der Firma Meinl verantwortlich bin, seit November 2006 eine Preissteigerung von 20 bis 30 Prozent erfahren. Da dies 80 Prozent unserer Produktionskosten ausmacht, wird es für uns schwer, dies zu schlucken. Wir werden die Preissteigerungen an unsere Gastronomen weitergeben müssen. [..]

Der Robusta hat eine noch größere Preissteigerung erfahren als der Arabica, obwohl es eine relativ gute Ernte gab. Ich glaube, hier werden die Preise künstlich hoch gehalten; aber wenn wir die höheren Rohkaffee-Preise akzeptieren, unterstützen wir die Kaffeebauern in den Entwicklungsländern und sorgen für ein soziales Gleichgewicht.

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