Manuel Fröhlich Kaffee

Das Ende des Katzenkaffee-Hypes

Der «Katzenkaffee» Kopi Luwak galt in den letzten Jahren als teuerster Kaffee der Welt. Er ist ein Nebenprodukt der Ernährung von Zibet- oder Schleichkatzen, welche Kaffeekirschen fressen, das Fruchtfleisch verdauen, jedoch nicht den harten Kern der Kaffeekirsche, der im Magen fermentiert und anschliessend wieder ausgeschieden wird. Diese «Veredelung» soll den Bohnen einen besonderen, erdigen Geschmack verleihen.

Der Kopi-Luwak-Kaffee wurde in der Branche zunächst freundlich als seltene Kuriosität aufgenommen, als die Geschichte des Katzenkaffees nach der Jahrtausendwende wiederholt durch die Medien ging. Die Farmer in Indonesien, den Philippinen und Afrika, welche die Bohnen in der Wildnis aufsammelten, konnten sich eine attraktive Verdienstquelle erschliessen, und wer Wert auf seltene (und kuriose) Spezialitäten legte, durfte sich ebenfalls an dieser besonderen Kaffee-Spezialität erfreuen.

Es dauerte aber nicht lange, bis der Katzenkaffee-Hype auch unschöne Nebenwirkungen zeitigte. Farmen begannen den Zibetkatzen-Kaffee unter üblen Bedingungen industriell zu «produzieren». Ob Katzenkaffee überhaupt echt ist, gepanscht oder von eingesperrten Tieren stammt, ist praktisch unmöglich zu kontrollieren. Die Spezialitäten-Kaffee-Branche hat sich deshalb schon länger vom Katzenkaffee abgewendet.

Noch immer im Verkauf hat den Katzenkaffee aber das britische Nobelkaufhaus Harrods. Die BBC hat nun bei den Lieferanten von Harrods recherchiert und Belege dafür gefunden, dass auch dieser angeblich biologisch hergestellte Kaffee in Legebatterien produziert wird. Der Beitrag hat seine Wirkung nicht verfehlt: bereits über 40’000 Personen unterstützen laut dem London Evening Standard eine Petition, welche Harrods dazu auffordert, den Kopi-Luwak-Kaffee aus dem Sortiment zu nehmen.

Noch im Sommer schrieb der Economist unkritisch über den Katzenkaffee und berichtete über ein neues Analyseverfahren, das echten von gepanschtem Kopi Luwak unterscheiden könne, allerdings ungeachtet der Produktionsart. Möglicherweise setzt der BBC-Beitrag dem Katzenkaffee-Hype das schon lang fällige Ende.

Manuel Fröhlich Kaffee

«An die Filter, fertig los»

Filterkaffee ist im Trend. Vermehrt bekommt diese alte neue Zubereitungsart auch Aufmerksamkeit in den Tages- und Publikumszeitungen. Die Zeit berichtet heute im Artikel «An die Filter, fertig los» vom Barista-Camp im deutschen Tornow am See:

Im Foyer des Hauses stehen auf einer Arbeitsfläche Wasserkocher, Kannen zum Aufgießen, Keramikfilter, Mühlen, Glaskolben und eine Waage bereit. Krésten zieht Kaffeebohnen aus der Rückentasche seines Trikots. «Proud Mary, Filter roasted, Geisha washed», steht auf der Verpackung, die Bohnen kommen aus Panama. 125 Gramm kosten umgerechnet etwa 34 Euro. Krésten wiegt exakt 15 Gramm ab und mahlt die Bohnen so, dass der Mahlgrad mit der Filterbrühtechnik übereinstimmt. «Ziemlich grob, aber nicht so grob wie für eine Frenchpress», sagt Krésten.

So neu ist der Trend natürlich nicht mehr. Seit 2010 bieten wir in unserem Shop bereits Accessoires für Filterkaffee an. Und seit 2011 findet der jährliche World Brewers Cup statt.

Für Handelsblatt-Kolumnist und Werber Stefan Kolle ist der Comeback des Filterkaffees ein Bilderbuch-Beispiel für die Entstehung eines Hypes – und die Ankunft im Mainstream ein untrügliches Zeichen für den Anfang seines Endes:

Woher kommt die Trendwende? Ganz einfach: Spätestens seit der bundesweiten Haushaltsabdeckung mit Kaffee-Pads und -Kapseln ist der einst für distinguierten Genuss stehende Italo-Kaffee langweilig. Wenn es in jeder Wohnküche guten Espresso gibt, was machen dann die Trendsetter, um sich von der öden Masse abzuheben? Sie besinnen sich auf das Manufactum-Prinzip: «Es gibt sie noch, die guten Dinge.» Dass jetzt selbst Hochglanz-Klatschmagazine auf mehrseitigen Strecken Filterkaffee feiern, garniert von Kaufempfehlungen für Handfilter, Kaffeemaschine und Thermoskanne, zeigt, der Trend ist rasend schnell im Mainstream angekommen.

Manuel Fröhlich Kaffee

Coffee Circle: Eine runde Sache

coffeecircle

Coffee Circle ist ein innovatives «Social Business»-Start-Up aus Berlin, das eine neue Form des Kaffeehandels praktiziert. Statt über Zwischenhändler kauft Coffee Circle direkt im Ursprungsland, bei Kaffeebauer-Kooperativen in Äthiopien. Durch den Direkteinkauf kommen die fairen Preise, welche Coffee Circle bezahlt, direkt bei den Produzenten an. Darüber hinaus bezahlen die Kunden pro verkauftem Kilogramm Kaffee einen Franken, der von Coffee Circle in ein soziales Projekt investiert wird, das den Bauern der jeweiligen Kooperative direkt zu Gute kommt.

Das Geschäftsmodell von Coffee Circle ist, kurz gesagt, eine runde Sache. Die Kombination aus Wohltätigkeit, Genuss und wirtschaftlichem Unternehmen wurde von drei ehemaligen Unternehmensberatern von Roland Berger entwickelt. In einem Sabbatical halfen sie beim Aufbau eines Waisenhauses und lernten dabei den äthiopischen Kaffee und auch die Lebensumstände der Bauern kennen.

Die Gründer und Mitarbeiter von Coffee Circle reisen jedes Jahr nach Äthiopien, um die besten Kaffees der aktuellen Ernte auszuwählen sowie um neue Projekte zu definieren und die finanzierten Projekte umzusetzen. Gelder fliessen direkt zu den Menschen, die für uns den Kaffee kultivieren, und mit relativ kleinen Beträgen kann Coffee Circle viel erreichen.

Seit Anfang September ist Coffee Circle auch in der Schweiz erhältlich. Bei Premium-kaffee.ch bieten wir die drei Standard-Röstungen sowie zwei Single-Origine-Spezialitäten an. Unter Direct Fair Trade erfahren Sie mehr über das Handelsmodell von Coffee Circle. In Soziale Projekte stellen wir das soziale Engagement des Unternehmens vor. Und last not least gibt es in unserem Shop auch weitere Informationen zum Kaffeeland Äthiopien.

Manuel Fröhlich Equipment

Bezzera Unica zu gewinnen

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Unser Sommerwettbewerb steht diese Woche ganz im Zeichen des Kaffeegenusses. Ende Woche verlosen wir eine Bezzera Unica PID im Wert von CHF 1198.00. Dieses edle Maschinchen bietet einen idealen Einsieg in die Welt der semi-professionellen Espressomaschinen für Heimanwender. Die Bezzera Unica PID verfügt unter anderem über eine Original E61 Faema-Brühgruppe und über eine PID-Steuerung zur Regulierung der Brühtemperatur.

Bezzera ist eine Institution in der Welt des italienischen Espressos. 1901 liess Luigi Bezzera die erste industriell hergestellte Espressomaschine der Welt patentieren. Heute zeichnen sich Bezzera Kaffeemaschinen durch eine hohe Qualität, technische Innovationen und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis aus. In unserem Shop erfahren Sie mehr über die Geschichte von Bezzera und die Highlights der heutigen Bezzera-Produkton.

Manuel Fröhlich Kaffee

«Swiss single estate coffee»

Weltweit wird in etwa 90 Ländern Kaffee kommerziell angebaut. Die Schweiz gehört nicht dazu. Dafür ist es hierzulande zu kalt. Die Untergrenze liegt bei etwa 10 Grad Celsius – fallen die Temperaturen unter diese Grenze, können Kaffeepflanzen nicht überleben. Alle kaffeeproduzierenden Länder liegen deshalb im sogenannten «Kaffeegürtel» in der Äquator-Region, zwischen dem 23. Breitengrad nördlich und südlich.

Nun eine kleine Sensation: Blaser Café aus Bern hat den ersten «Swiss single estate coffee» überhaupt geröstet. Die Bohnen sind allerdings nicht in der Natur gewachsen, sie stammen aus dem Tropenhaus Frutigen. Blick Online schreibt («Das teuerste Kafi der Schweiz: Dieser Espresso kostet 29 Franken»):

Bis zuletzt spekulierten die Experten, welcher Geschmack er haben wird. Und nun steht fest: Er ist wie die Schweiz. «Sanft, mild, sehr wenig Säure», sagt Andreas Schmid vom Tropenhaus Frutigen über den ersten in der Schweiz geernteten Kaffee. «Und doch ist er sehr eigen. Man kann diesen Geschmack mit keinem anderen Kaffee vergleichen.» (..)

Manuel Fröhlich Kaffee

Coffee-to-go-Test im «Kassensturz»

Der Kassensturz testet heute Abend die Kaffees zum Mitnehmen. Im Tasting-Panel mit dabei unter anderem der amtierende Schweizer Barista-Meister Shem Leupin. Heute, 21:05 Uhr, SRF 1.

Für Hundertausende geht’s nicht ohne: Der Kaffee im Becher zum Mitnehmen. «Kassensturz» nimmt die Kaffeequalität von Starbucks, McCafé, Spettacolo und Co. unter die Lupe. Welcher Kaffee schmeckt am besten und welcher ist zu wässrig? Coffee to go im grossen «Kassensturz»-Test.

Manuel Fröhlich Kaffee

Anna’s Best

Unsere Barista-Expertin Anna Käppeli hat die Neuzugänge in unserem Kaffee-Sortiment degustiert. Folgende Röstungen bekommen von Anna eine Empfehlung:

Eine positive Überraschung! Der Caffè Martella Maximum Class ist ein sehr harmonischer Kaffee. Fein, mit einer leichten Säure und einem angenehmen Mokka-Geschmack im Abgang. Wenn Sie gerne zarte italienische Espressi geniessen, liegen Sie hier genau richtig.

Dieser Kaffee gefällt mir sehr. Im ersten Augenblick vollmundig, leicht fruchtig, frisch. Mit dem zweiten Schluck kommen die klassischen Espressonoten (Schokolade und Nüsse) schön zum Vorschein. Im Abgang bleibt ein langes, geschmeidiges Aroma. Insgesamt ein wunderbar feiner und ausgewogener Espresso aus dem Emmenthal.

Wer gerne einen leichten, cremigen Espresso trinkt, liegt hier genau richtig. In diesem Kaffee habe ich erfrischende fruchtige Noten entdeckt, vor allem mag ich den Geschmack von dunklen Beere. Der Wunderweiss hat eine schöne Fülle und als «aftertaste» bleibt ein rundes, weiches Gefühl im Mund.

Diesen Kaffee mag ich besonders gerne. Das liegt wohl am «Finca la Perla» aus Guatemala, der in dieser Röstung ein hohes Gewicht hat. Diese Bohne wäre meine zweite Wahl gewesen für mein Programm an der letztjährigen Baristameisterschaft. Der Espresso ist lebendig und fruchtig, helle Beeren und Zitrusnoten sind zu entdecken. Im Abgang bleibt ein zarte Süsse im Gaumen.

Manuel Fröhlich Kaffee

Rösterportrait La Semeuse

Neu bereichern die Kaffeespezialitäten von La Semeuse unser Sortiment. Das Schweizer Traditionsunternehmen röstet seit über 100 Jahren feine Kaffeespezialitäten. Zum speziellen La Semeuse-Geschmack trägt die Höhenlage von La Chaux-de-Fonds bei: Auf über 1000 Metern ü.M. wird der Siedepunkt bei einer tieferen Temperatur erreicht, was ein besonders schonendes Rösten erlaubt.

Wir haben die Rösterei besucht und ein kurzes Video-Portrait über das Traditionsunternehmen gedreht. Im Film erklärt untere anderem Patron Marc Bloch die La Semeuse-Philosophie.

In den kommenden Wochen stellen wir La Semeuse in unseren Online-Shop vor: Jeder Bestellung legen wir ein Probierpaket der La Semeuse-Röstung Mocca bei. Der Mocca gehört zu den Aushängeschildern von La Semeuse; seine Ausgeglichenheit verkörpert perfekt die La Semeuse-Philosophie.